Finanzierung der poli­tischen Jugend­organisa­tionen im Saarland sichern – Jetzt!

Gemeinsame Pressemitteilung der Jungen Union Saar, den Jungen Liberalen Saar und der Grünen Jugend Saar

Der Wahlkampf hat begonnen: SPD-Alleinregierung lässt politische Jugendorganisationen aus dem Saarland im Stich – Einstellung der RPJ-Mittel ohne Nachfolgelösung ist Angriff auf demokratisches Engagement

Die Junge Union Saar, die Jungen Liberalen Saar und die Grüne Jugend Saar kritisieren die ersatzlose Einstellung der RPJ-Fördermittel für politische Jugendorganisationen mit aller Deutlichkeit. Während nahezu alle anderen Vereine und Verbände weiterhin öffentliche Förderung erhalten, werden ausgerechnet die politischen Jugendorganisationen künftig leer ausgehen. Eine tragfähige Nachfolgelösung hat die SPD-Alleinregierung bis heute nicht vorgelegt.

Diese Entscheidung trifft die politische Jugendarbeit im Saarland ins Mark. Sie bedeutet eine massive Einschränkung politischer Bildung, demokratischer Beteiligung und ehrenamtlichen Engagements junger Menschen. Wer politische Jugendorganisationen finanziell austrocknet, schwächt bewusst die Orte, an denen junge Menschen Demokratie lernen, Verantwortung übernehmen und sich für die Gesellschaft engagieren.

„Die SPD-Landesregierung spart ausgerechnet dort, wo demokratisches Engagement junger Menschen gefördert werden müsste. Dass politische Jugendorganisationen künftig von der Förderung ausgeschlossen werden, während nahezu alle anderen Jugendverbände weiterhin unterstützt werden, ist nicht nachvollziehbar und ein fatales Signal für die politische Bildung im Saarland“, erklärt Damian Specht, Landesvorsitzender der Jungen Union Saar.

Besonders unverständlich ist, dass das Saarland mittlerweile das einzige Bundesland ohne funktionierende Förderlösung für politische Jugendorganisationen ist. In 15 von 16 Bundesländern existieren Modelle, die politische Jugendverbände rechtssicher und verlässlich unterstützen. Dass dies im Saarland offenbar nicht möglich sein soll, ist im besten Falle Ausdruck politischen Versagens und mangelnden Gestaltungswillens, im schlimmsten ist es klarer Vorsatz zur Schwächung politischer Rivalen vor einer wichtigen Wahl.

„Wer behauptet, die Mutterparteien könnten die Finanzierung einfach übernehmen, versucht von der eigenen Verantwortung abzulenken. Politische Jugendorganisationen leisten eigenständige Bildungs- und Beteiligungsarbeit. Sie sind keine Unterabteilungen der Parteien, sondern wichtige demokratische Akteure mit eigener Stimme und eigenem Auftrag“, betont Julian Brenner, Vorsitzender der Jungen Liberalen Saar.

Jugendorganisationen sind weit mehr als Nachwuchsstrukturen der Parteien. Sie sind die wichtigsten Ausbildungsstätten für künftige Mandatsträgerinnen und Mandatsträger auf kommunaler, Landes-, Bundes- und Europaebene. Hier werden politische Kompetenzen vermittelt, Debatten geführt und demokratische Prozesse erlernt. Wer diese Strukturen schwächt, gefährdet langfristig die demokratische Kultur unseres Landes.

Für die drei Jugendorganisationen drängt sich zudem die Frage auf, weshalb die SPD-Alleinregierung trotz jahrelanger Diskussionen und zahlreicher Vorbilder in anderen Bundesländern keine Nachfolgelösung geschaffen hat. Kurz vor der nächsten Landtagswahl entsteht der Eindruck, dass die Schwächung politischer Jugendorganisationen außerhalb der SPD zumindest billigend in Kauf genommen wird.

„Demokratische Vielfalt lebt von starken, unabhängigen Jugendorganisationen unterschiedlicher politischer Richtungen. Wer diese Strukturen finanziell austrocknet, riskiert politische Einseitigkeit und sendet das falsche Signal an eine Generation, die sich engagieren will. Das Saarland braucht mehr politische Beteiligung junger Menschen, nicht weniger“, erklärt Finn Schlicker, Sprecher der Grünen Jugend Saar.

Die Junge Union Saar, die Jungen Liberalen Saar und die Grüne Jugend Saar fordern die Landesregierung daher auf, unverzüglich eine rechtssichere und dauerhafte Nachfolgelösung für die Förderung demokratischer politischer Jugendorganisationen vorzulegen. Demokratie darf nicht dort kaputtgespart werden, wo ihre Zukunft gestaltet wird.

Bericht des Saarländischen Rundfunks über diese Pressemitteilung

Lan­des­mit­glie­der­ver­samm­lung Mai 2026

Am 9. Mai 2026 fand unsere erste Mitgliederversammlung in diesem Jahr statt.

Wir hatten mega viel Spaß, haben zwei neue Menschen in den Landesvorstand gewählt, Anträge beschlossen und Workshops geballert und das alles unter unseren großen Thema Bildung.

Leitantrag: Bildung gerecht und gesund gestalten!

Im Saarland läuft verdammt viel nicht gut in der Bildungspolitik und wir haben den Anspruch, Ideen zu entwickeln, wie es besser laufen kann.

In unserem Leitantrag fordern wir einen grundlegenden Wandel des Schulsystems. Angesichts steigender psychischer Belastungen bei Schüler:innen braucht es mehr Schulsozialarbeit, Sensibilisierung im Lehramtsstudium und multiprofessionelle Teams, die mentale Gesundheit als Querschnittsthema verankern.

Gleichzeitig muss Demokratie an Schulen gelebt werden, etwa durch verbindliche Klassenräte, den Entzug des Beamtenstatus bei AfD-Mitgliedschaft und Jugendparlamente mit Stimmrecht.

Zudem fordern wir moderne Schulgebäude, bessere digitale Ausstattung und soziale Gerechtigkeit, etwa durch kostenfreie Lernmittel, gesundes Essen und Nachmittagsbetreuung für alle, um Benachteiligung zu vermeiden.

Die Schule soll ein Ort der Teilhabe, Gesundheit und gelebter Demokratie sein – nicht einer, in dem man Ständig wegen Leistungsdruck unter Strom steht.

Den vollständigen Antrag findest du hier.

Schutz von FLINTA*-Personen vor sexualisierter Gewalt

Sexualisierte Gewalt gegen FLINTA*-Personen nimmt immer weiter zu – von digitaler Gewalt wie KI-generierten Deepfakes (z. B. durch Chatbots wie Grok) über häusliche Gewalt bis hin zu Menschenhandel – doch die Täter:innen werden weiterhin durch patriarchale Strukturen geschützt.

Wir fordern die Strafbarkeit von Deepfakes ohne Einwilligung, schnelle Löschpflichten für Plattformen, spezialisierte polizeiliche Anlaufstellen und ein Verbot von Nudify-Apps. Zudem muss das Gewalthilfegesetz im Saarland umgesetzt werden: Es braucht mehr barrierefreie Frauenhausplätze, finanzielle Unterstützung und intersektionale Beratungsangebote.

Für uns steht fest: „Nur Ja heißt Ja“! Ohne ausdrückliche Zustimmung muss jede sexuelle Handlung als Vergewaltigung gelten, um Victim-Blaming zu beenden und sexuelle Selbstbestimmung zu stärken.

Den vollständigen Antrag findest du hier.

Neue Social-Media-Arbeitsgruppe

Wir haben eine neue Arbeitsgruppe gegründet, die sich künftig um den Social-Media-Auftritt der Grünen Jugend Saar kümmern soll. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, eine niedrigschwellige Möglichkeit zur Beteiligung zu schaffen, an der alle Interessierten unkompliziert teilnehmen können.

Die Arbeitsgruppe ist als flexible Struktur organisiert, in der Aufgaben transparent gesammelt und verteilt werden. Mitglieder können sich eigenständig für konkrete Tätigkeiten melden und diese übernehmen, beispielsweise im Bereich Social Media, Website-Pflege oder anderer organisatorischer und inhaltlicher Aufgaben.

Zur internen Koordination gibt es eine einfache zugängliche Vernetzungsgruppe. Die konkrete Ausgestaltung, Arbeitsweise sowie Verantwortlichkeiten der Arbeitsgruppe sollen im Rahmen einer zukünftigen Klausur gemeinsam erarbeitet und festgelegt werden.

Umbenennung des KV Neunkirchen

Die Grüne Jugend im Saarland hat in jedem Landkreis einen Kreisverband, außer im Landkreis St. Wendel. In den letzten Monaten gab es allerdings immer wieder Anfragen, dies zu ändern, denn die Mitglieder aus St. Wendel haben aktuell keinen Kreisverband, dem sie sich zugehörig fühlen. Gleichzeitig ist der Kreisverband Neunkirchen aktuell sehr inaktiv geworden und hatte Schwierigkeiten, einen neuen Vorstand zu wählen.

Aus diesem Grund soll der Kreisverband Neunkirchen erweitert und umbenannt werden, um in Zukunft offiziell das Gebiet des Landkreises Neunkirchen und des Landkreises St. Wendel abzudecken. Mitglieder aus St. Wendel wurden bisher sowieso dem KV Neunkirchen zugezählt, weshalb diese Lösung naheliegend ist.

Mit diesem Antrag wird der Kreisverband Neunkirchen der Grünen Jugend Saarland umbenannt in „KV Neunkirchen-St. Wendel“, um offiziell die Landkreise Neunkirchen und St. Wendel zu repräsentieren und den Mitgliedern aus St. Wendel endlich offiziell eine Heimat in der Grünen Jugend zu geben.

Die Mitglieder aus St. Wendel und Neunkirchen sind hiermit beauftragt, einen gemeinsamen Vorstand aufzustellen und die Satzung des KVs entsprechend anzupassen.

Neue Vorstandsmitglieder

Hannah Wuillemet und Lukas Anstett wurden als weitere Vorstandsmitglieder in den Landesvorstand gewählt, nachdem Noah Zirkel aus persönlichen Gründen zurückgetreten ist. Herzlichen Glückwunsch!

Schutz von FLINTA*-Personen vor sexuali­sierter Gewalt

Beschlossen auf der Landesmitgliederversammlung am 9. Mai 2026

Der Fall von Collien Fernandes und Giséle Pelicot.

Fehlende Frauenhäuser trotz Zunahme von Sexualstraftaten.

Das Erstellen von pornografischen Inhalten mit KI wie Grok.

Zahlreiche Fälle haben uns mal wieder gezeigt, dass FLINTA*-Personen sexualisiert, demütigt und für ihren Körper missbraucht werden. Laut dem Ende 2025 veröffentlichten Bericht „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten 20241 haben Sexualstraftaten, verglichen mit dem Jahr 2023, zugenommen, in Form von digitaler Gewalt, häuslicher Gewalt und Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung. Trotzdem erleben wir immer wieder, wie patriarchale Strukturen Täter schützen. Sexualisierte Gewalt ist ein gesellschaftliches Problem und zur Bekämpfung muss unter anderem besseren Schutz für Opfer geleistet werden.

Was fordern wir?

1. Deepfakes und Co.: sexuelle Gewalt im Internet

Die KI-Revolution ermöglicht eine neue Form von sexualisierter Gewalt: das Erstellen von pornografischen Inhalten aus nur wenigen Bildmaterialien. Chatbots wie Grok erzeugten Anfang 2026 Tausende sexualisierte Inhalte, ohne das Einverständnis der Betroffenen. Bisher gibt es keine gesetzliche Lage zur Bestrafung solcher Taten.

Weiterhin erleben FLINTA*-Personen auch digitale Gewalt durch Spanner Aufnahmen. Auch wenn Aufnahmen im Kontext von Upskirting bereits strafbar sind, gibt es noch zahlreiche gesetzliche Lücken was öffentliche Badebereiche oder Sauna angeht. Statistiken zeigen außerdem auch, dass besonders in (Ex-)Partnerschaften digitale Gewalt als Form der Kontrolle verwendet wird.2 Dies umfasst nicht nur
das Veröffentlichen von intime Fotos und Videos, sondern auch die Androhung der Veröffentlichung und die Erpressung damit, auch „Sextortion“ genannt.

Es braucht spezialisierte polizeiliche Anlaufstellen für Betroffene sexualisierter Deepfakes. Diese Stellen müssen niedrigschwellig erreichbar, fachlich geschult und ausreichend ausgestattet sein. Betroffene sollen dort ernst genommen, geschützt und unterstützt werden – auf Wunsch auch durch weibliche Polizeibeamtinnen. Strafverfolgung darf nicht nur auf dem Papier stehen, sondern muss tatsächlich möglich sein.

Wir wollen Schutz von sexueller Selbstbestimmung und Recht auf das eigene Bild.

Wir fordern:

  • Das Erstellen und Verbreiten sexualisierter Deepfakes, die ohne Einvernehmen erstellt wurden, sollen unter Strafe gestellt werden
  • Internetplattformen sollten verpflichtet werden, sexualisierte Deepfakes schnell zu entfernen
  • den Aufbau einer spezialisierten polizeiliche Anlaufstellen für Betroffene
  • Verbot von sogenannten Nudify-Apps, die gefälschte Sexbilder erstellen.

2. Umsetzung des Gewalthilfegesetzes im Saarland

Das Gewalthilfegesetz wurde am 31. Januar 2025 im Bundestag verabschiedet, der ab dem 1. Januar 2032 gelten soll. Damit wurde zum ersten Mal ein bundesweiter Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder geschaffen.3 Damit soll gezielt geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt bekämpft werden und Betroffenen den Zugang zu Hilfsangeboten gewährleistet werden. Doch auch wenn der Bund finanzielle Mittel bietet, muss der Großteil der Finanzierung und Umsetzung durch die Länder selbst erfolgen.

Bundesweit fehlen über 12.000 Plätze, die nach der Istanbul-Konvention benötigt werden. Bürokratische Hürden und mangelnde Ressourcen prägen die aktuelle Lage, die weiterhin durch mangelnde Barrierefreiheit verstärkt wird, denn laut der „Bundesweite Frauenhaus-Statistik 20244 hatte jede fünfte Frau im Frauenhaus eine Behinderung oder Beeinträchtigung.

Wir brauchen sichere Orte für Opfer häuslicher Gewalt, denn wir wissen: der gefährlichste Ort für viele FLINTA*- Personen ist oft das eigene Zuhause.

Wir fordern:

  • Mehr Plätze schaffen durch das Errichten von neuen Frauenhäuser und stärker unterstützen bereits vorhandenen mit finanziellen Mitteln.
  • Frauenhäuser intersektional, barrierefrei und inklusiv ausbauen
  • Ausbauen von weiterführenden Beratungsangebote, darunter psychosoziale Beratung sowie Unterstützung bei administrativen und rechtlichen Fragen.

3. Nur Ja heißt Ja!

Am 28. April stimmte die Mehrheit des EU Parlamentes für die Forderung nach der Einführung einer einheitlichen strafrechtlichen Definition von Vergewaltigung und fordern die EU-Kommision zum Handeln auf. Genau das fordern wir auch: Länder wie Schweden, Spanien, Frankreich und Griechenland haben diese Regelung bereits adoptiert, doch Deutschland stellt sich quer.

Die Geschichte von Giséle Pelicot zeigt aber ganz eindeutig: „Nur Nein heißt Nein“ reicht nicht. Denn viele Opfer sind oft nicht dazu in der Lage, sich aktiv zu wehren, ob verbal oder physisch, aus Angst, Scham, Schock oder Sedierung. Ferner verstärkt die Regelung Victim-Blaming. Wir sagen: Wenn keine ausdrückliche Zustimmung vorhanden ist, dann ist eine sexuelle Handlung eine Vergwewaltigung.

Wir fordern: die Aufnahme des Prinzips „Nur Ja heißt Ja in das Gesetz!

Quellen

  1. https://www.bka.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Kurzmeldungen/251121_BLB_Strafta-
    ten_gegen_Frauen2024.html
    ↩︎
  2. https://www.frauenhauskoordinierung.de/themenportal/gewalt-gegen-
    frauen/gewaltformen/digitale-gewalt
    ↩︎
  3. https://www.frauenhauskoordinierung.de/arbeitsfelder/rechtsanspruch-auf-
    schutz/gewalthilfegesetz
    ↩︎
  4. https://www.frauenhauskoordinierung.de/fileadmin/redakteure/Publikationen/Stati-
    stik/FHK-Frauenhaus-Statistik_2024__Kurzfassung_.pdf
    ↩︎

Nieder mit dem Leistungs­druck – Bildung gerecht und gesund gestalten!

Beschlossen auf der Landesmitgliederversammlung am 9. Mai 2026

Laut dem Deutschen Schulbarometer zeigt jedes vierte Kind in Deutschland psychische Auffälligkeiten. Diese Zahlen steigen erstmalig seit der Corona-Pandemie an.

Die Schüler:innen benennen hier häufige Probleme wie den gesellschaftlichen und familiären Leistungsdruck, Ängste, Einsamkeit und Depressionen. Lehrer:innen scheinen selber hiermit maßlos überfordert und brauchen mehr Schulsozialarbeit oder Präventionsprogramme.

Der stetige Leistungsdruck, die andauernden Prüfungen und die Glorifizierung des bestandenen, guten Abiturs machen junge Menschen krank und treiben sie eher in Verzweiflung, als sie wirklich zum Lernen und Erkunden zu motivieren.

Wir stehen für einen Umbau des Schulsystems, welches nicht von Idealen des letzten Jahrhunderts geprägt ist, sondern explizit auf die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen eingeht.

Es ist zur heutigen Zeit essenziell, dass Lehrpersonal einen pädagogischen Ansatz verfolgt, welcher „Scheitern“ oder „Versagen“ nicht mit Dummheit oder einer allgemeinen Unfähigkeit gleichsetzt, wie es heute der Fall ist.

  • Wir brauchen im Lehramtsstudium dringend eine höhere Sensibilisierung für psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.
  • Wir brauchen multiprofessionelle Teams an Schulen, die im Umgang mit psychischen Belastungen helfen. Hierzu gehört ein Ausbau der Sonderpädagogik, der Sozialpädagogik und der Schulpsychologie. Insgesamt gaben nur 35% der Schulleitungen an, dass sie ein schulpsychologisches Angebot besitzen. Das darf einfach nicht sein!
  • Mentale Gesundheit, Achtsamkeit und auch Bewegung müssen eine Querschnittsaufgabe aller Unterrichtsfächer, Schularten und Lehrer:innen sein.
  • Bessere Schulstrukturen und Infrastrukturen, wie individuelle Förderungen der Kinder und Jugendlichen, mehr Pausen und inklusive Rückzugsorte sind kein nice to have, sondern müssen an alle Schulen verpflichtend sein!

Wenn wir das Konzept der Leistungsgesellschaft schon nicht aushebeln können, müssen wir wenigstens alles erdenkliche dafür tun, dass Kinder und Jugendliche präventiv geschützt werden.

Klassenräume müssen Haltung zeigen – Demokratieförderung an Schulen unterstützen!

Immer mehr junge Menschen radikalisieren sich. Antisemitismus-Vorfälle an saarländischen Schulen steigen massivst an. Dies darf nicht sein.

Demokratie ist im Schulalltag ein Konzept, welches zwar gelehrt, aber seltenst umgesetzt wird.

Schülervertretungen haben oft eine Besenkammer als „Büro“ und bekommen dann nicht mal ein ausreichendes Stimmrecht. Für Klassenräte die Partizipation und Autonomie fördern sollten, fehlen die Stunden und verpflichtende Fahrten zu NS-Denkmälern sind zwar schön und gut, nur leider fehlen die Akteur:innen, die diese auch professionell umsetzen können.

Im Bildungsministerium sitzen Personen, die ein Schulgebäude 30 Jahre nicht mehr von innen gesehen haben und sich daraufhin mit der Lebensrealität von Lehrer:innen und Schüler:innen nicht mal im Ansatz identifizieren können.

  • Wir brauchen jetzt eine umfassende Förderung demokratischer Schulprojekte.
  • Wir brauchen Klassenräte, die auch in der Stundentafel verankert werden und nicht nach Belieben durch normalen Unterricht ersetzt werden können.
  • Die Schule ist eine Abbildung der Gesellschaft. Wenn dort inzwischen weit mehr als 20% der Wähler:innen undemokratisch wählen, muss man sich im Klaren sein, dass darunter auch Pädagog:innen existieren. Wir fordern, dass Lehrer:innen unverzüglich der Beamtenstatus entzogen wird, sollte eine AfD-Mitgliedschaft vorliegen.
  • Stimmberechtigte Kinder – und Jugendparlamente sollen zukünftig in jedem Landkreis eingesetzt werden. Kinder und Jugendliche müssen Demokratie leben, bevor sie sie stumpf im Geschichtsunterricht lernen.

Zwischen maroden Gebäuden und Overheadprojektoren – Solidarische Infrastruktur in der Bildung fördern!

Schimmel an den Wänden, kaputte, abgeschlossene Toiletten, ein Overheadprojektor in der Ecke und eine Kreidetafel aus dem letzten Jahrhundert beschreiben unsere saarländischen Schulen ganz genau.

Unsere Schulen wurden in den letzten Jahren regelrecht kaputtgespart und politisch vernachlässigt.

Schulen sind ein Ort gesellschaftlicher Teilhabe. Kinder und Jugendliche verbringen einen Großteil ihres Lebens genau hier. Umso wichtiger ist ein sauberes und modernes Schulgebäude.

  • Das Bildungsministerium muss gemeinsam mit den Kommunen ein langfristiges, zukunftsfähiges Investitionsprogramm für Schulgebäude auflegen! Dazu gehören: barrierefreie Schulgebäude, moderne Sanitäranlagen, hitzeresistente Klassenräume (auch im Dachgeschoss), und ausreichende
    Lern- und Aufenthaltsräume.

Wir fordern eine moderne Infrastruktur für alle!

  • Dazu gehören: flächendeckendes, funktionierendes WLAN an allen Schulen, digitale Bücher, moderne Endgeräte, die sinnvoll in den Unterricht integriert werden, Open-Source-Softwares statt Abhängigkeiten von Großkonzernen und verpflichtende Fortbildungen für Lehrkräfte, um mit
    diesen Endgeräten auch umzugehen.

Niemand darf abgehängt werden! – Mehr Inklusion und Integration an Schulen. Jetzt.

Besonders Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien leiden unter der ständigen sozialen Ungleichheit in der Schule. Wer zu Hause keinen ruhigen Arbeitsplatz, kein stabiles WLAN oder keine weiteren finanziellen Mittel hat, wird gnadenlos abgehängt.

Eine gerechte Bildungspolitik sieht anders aus.

Wir brauchen:

  • kostenfreie Lernmittel ohne Gebühren nur für Schulbücher, die man am Ende des Jahres wieder zurückgeben muss.
  • Kostenloses, gesundes Kantinenessen und Nachmittagsbetreuungen an allen Schulen
  • Eine vollständige Kostenübernahme für Klassenfahrten bei Kindern aus einem sozial schwachem Haushalt
  • Geförderte gesetzlich vorgeschriebene Sprachkurse für geflüchtete Kinder und Jugendliche

Wir brauchen den Gasausstieg 2035!!

„Gas ist doch viel besser als Kohle“ hört ihr auch viel zu oft in Diskussionen. Hier sind die Fakten, warum das nicht der Fall ist, warum wir so schnell wie möglich aus dem klimaschädlichen Gas aussteigen müssen und was eigentlich dieses LNG ist von dem alle reden (im negativen Sinne), lest ihr hier.

Wenn ihr auch etwas gegen den Klimawandel tun wollt, kämpft gemeinsam mit uns gegen die Erwärmung unserer Erde und für das 1,5 Grad Ziel.

Fact Sheet: Erdgas

  • Brennbares, natürliches Gas aus dem Erdinneren, besteht zu 90% aus Methan
  • Methan ist als Treibhausgas 83-mal stärker als CO2
  • Auf den ersten Blick wirkt Gas weniger klimaschädlich als Kohle – die Methangewinnung beim Transport eingerechnet ist aber nicht besser

==> Das heißt:

Erdgas ist keine klimafreundliche Alternative. Wenn wir in Deutschland weiterhin Erdgasterminals genehmigen wie in der Nordsee und Ostsee beschleunigen wir die Klimakrise, zerstören wertvolle Ökosysteme und verschwenden Ressourcen, die für erneuerbare Energiealternativen genutzt werden könnten.

Glossar/ Begriffe:

  • LNG: Steht für Liquified Natural Gas, also verflüssigtes Erdgas, das auf -161 bis -164 Grad Celsius abgekühlt wird
  • Methan: Ist ein Treibhausgas und der Hauptbestandteil des Erdgases, das wir nutzen
  • LNG-Terminals: Der Ort, an dem Gas mit einer Pipeline ankommt und an dem Tanker be- und entladen werden

Quelle: DUH

FLINTA* Perspektiven in der Politik im Saarland

Fishbowl Diskussion mit unserer Spitzenkandidatin Jeanne und Annika aus dem Bundesvorstand

19. Februar Saarbrücken 19 Uhr

In knapp einer Woche ist Bundestagswahl, was steht auf dem Spiel und warum ist diese Wahl aus feministischer Perspektive so wichtig? Warum ist ein Kanzler Merz so gefährlich für die Rechte von Flinta* Personen und warum hält sich die FDP nicht an ihr eigenes Wahlprogramm, wenn es um Abtreibungen geht?

Darüber und über die Ideen der Grünen Jugend für das Saarland und den Bund, möchten wir mit euch in einer Fishbowl diskutieren.

Mit dabei, unsere Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl Jeanne und Annika aus dem Bundesvorstand der Grünen Jugend.

19. Februar 19 Uhr Bahnhofstraße 36 Saarbrücken

Gegen den Neujahrsempfang der AfD! – Demo zum Schloss

Am Freitag, den 14.02.25 will die AfD ihren Neujahrsempfang im Saarbrücker Schloss feiern. Aufgrund der vorgezogenen Bundestagswahl dient die Veranstaltung auch als zentrale Wahlkampfveranstaltung der faschistischen Partei im Saarland. Als Stargast wird aller Voraussicht nach Erika Steinbach erwartet.

Die Veranstaltung findet in einem Wahlkampf statt, in der sich die Medien und große Teile der der Berliner Parteien auf die rassistische und nationalistische Hetze der AfD einschießen und damit von den sozialen und ökologischen Katastrophen unserer Zeit ablenken. Seit Ende Januar wissen wir nun, dass CDU/CSU, FDP und BSW nicht davor zurückschrecken, mit Faschisten und Nazis im Parlament zusammenzuarbeiten. dieser Schritt wurde lange vorbereitet, vor allem auf kommunaler Ebene, was wir daran erkennen können, dass Saarbrücken seit einem halben Jahr mit Werner Schwaben einen stellvertretenden AfD Bezirksbürgermeister hat. Genau zwischen dem ehemaligen Folterkeller der Gestapo und dem Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Schloßplatz will die AfD nun zur Deportation von Millionen von Menschen aufrufen. Dagegen wollen wir uns gemeinsam wehren!

Kommt mit uns auf die Straße und lasst uns ihrer Hetzveranstaltung laut und vielfältig entgegentreten! Kommt mit uns auf die Straße und lasst uns zeigen, dass wir uns allen entgegenstellen, die die hetze der AfD kopieren und mit ihr zusammenarbeiten!

Wir beginnen um 17Uhr am Ludwigsplatz mit der Anfangskundgebung und laufen dann gemeinsam zum Schlossplatz.

Wir fordern:

  • Entfernung von Nazis und Faschisten aus den Parlamenten und staatlichen Institutionen!
  • Keine Zusammenarbeit mit der AfD in kommunalen Gremien und Parlamenten!
  • Keine Umsetzung von AfD – Politik in der Asyl-, Migrations- und Sozialpolitik!
  • Auflösung der AfD auf Grundlage des Art. 139 GG!

Fahrplan bis zur Bundestagwahl mit unserer Kampagne

Gemeinsam mit euch wollen wir unsere Kampagne #EineZukunftGewinnen auch weiterhin auf die Straße tragen und für einen März ohne Merz kämpfen!!

Bei Fragen zu einzelnen Terminen, meldet euch gerne. Wir sind richtig motiviert die nächsten Wochen gemeinsam mit euch für progressive Themen und linke Mehrheiten, auch im Saarland zu kämpfen.

5. Februar Treffpunkt 19 Uhr Bahnhofstraße 36 Saarbrücken

8. Februar Treffpunkt 13 Uhr kleiner Markt Saarlouis

15. & 22. Treffpunkt tba

Die CDU steht jetzt auf der Falschen Seite der Brandmauer

Gestern ist ganz schön viel passiert im Deutschen Bundestag. CDU und FDP haben erstmals gemeinsam mit der #noafd eine Abstimmung durchgedrückt. Ein Dammbruch!!

Um eine restriktivere Migrationspolitik durchzusetzen, paktieren Konservative und Liberale das erste Mal seit 1945 mit einer Rechtsextremen Partei. Das können wir nicht so stehen lassen.

Deswegen kommt mit uns auf die Straße und werdet aktiv. Heute ist ein guter Tag um antifaschistisch und in einer Partei aktiv zu werden!

ÖPNV auch im ländlichen Raum!

Wenn der Bus nur zu Schulzeiten fährt, bringt das Deutschlandticket auch nicht viel.

Fährt bei dir auf dem Dorf auch kein Bus?

Außerhalb der Schulzeiten und vor allem am Wochenende sieht es in vielen Gebieten des Saarlandes echt finster aus.

ÖPNV? Holt dich nicht ab.

Ohne Auto ist es fast unmöglich in die nächste Stadt zu kommen, auch in kleineren Städten sieht es meist nicht besser aus. Wir fordern deswegen einen massiven Ausbau des ÖPNV auch im ländlichen Raum!!